„Merino meets Lycra“ lautet die Devise bei der neuen Icebreaker GT Technical Base Layer.
Vor wenigen Tagen landete ein Testshirt der Fa. Icebreaker auf meinem Schreibtisch. Überrascht war ich als erstes von der Optik. Würde man das Icebreaker Label entfernen, würde man eher auf ein sportliches Shirt von Odlo, X-Bionic oder Craft tippen. Eng geschnitten, mit sportlicher roter Flachnaht kommt das Testshirt recht sportlich daher.
Dem entsprechend positiv viel auch der Test zur Paßform aus. Sind normalerweise die Shirts von Icebreaker recht locker geschnitten, punktete das Sprint Shirt aus der neuen GT Linie durch einen perfekt, eng anliegenden Schnitt ohne wie die Funktionsunterwäsche von Falke einem das Gefühl von Kompression und Eingeengtheit zu geben. Erreicht wird dieser perfekte Sitz durch die Kombination aus Icebreaker Merino Wolle und Lycra. Dadurch erhält das Shirt einen ausreichend großen Stretch.
Daumenschlaufen verhindern dass die Ärmel bei Bewegung hochrutschen. Angenehm auch der lange Schnitt des Shirts der weit über die Nieren nach unten geht.
Als es dann Ende Januar zum Arc’teryx Test- und Freeride Workshop nach St. Anton ging wurde das Shirt mit in die Tasche gepackt. Die Bedingungen waren ideal und deshalb wollten wir diverse neue Produkte bei der langen Freeride Abfahrt vom Valluga Gipfel hinab nach Lech testen. Da der Wetterbericht minus 18 Grad (bei Windstille) und unter minus 25 Grad bei Wind für den Gipfelbereich gemeldet hatte, packte ich in diverse Schichten. Liebern schwitzen bei der Abfahrt als Frieren, durch das erforderliche Stopp-und-Go durch eine große Gruppengroße und die Gewissenhaftigkeit der Guides die im oberen Steilgelände jeden nur einzeln in die Hänge einfahren lassen.
Als Basis kam also das beschriebene Icebreaker GT 200 Shirt zu seinem ersten Einsatz. Darüber ein weiterer, dünner Baselayer von Arc’teryx. Zur Isolation eine Atom Primaloft Jacke von Arc’teryx und als Shell eine Arc’teryx Stingray Gore-Tex Softshell Jacke. Das Wetter war leicht bewölkt mit gelegentlichem Schneefall. In Summe also eine ideale Testsituation.
Ergebnis: Eine ideale Kombination für Freeride und Piste. Selbst nach einer langen Abfahrt fühlte sich der Rücken trocken und warm an. Erst nach längerem Warten (ca. 10 Minuten) in der Gruppe im kalten Wind kühlte der Oberkörper aus. Bei der Abfahrt war trotz 4 Schichten volle Bewegungsfreiheit gegeben. Nur beim längeren Schieben am Talende kurz vor Lech wurde es mir dann doch leicht warm. Und das beste wie bei jedem Icebreaker Shirt: ohne Geruch ging es mit dem Shirt dann zum finalen Test zum Abendessen nach St. Anton.
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